HHK: Die Abkürzung EAV steht für Ein-
satz- und Ausbildungsverband. Dies ist
ein weiter Begriff, was jedoch verbirgt
sich konkret dahinter?
Beckmann: Natürlich steht im Vordergrund
die Ausbildung. 250 Offi zieranwärter
der Crew VII / 2008 haben wir
in drei Abschnitten mit dem seemännischen
Handwerk vertraut gemacht,
verteilt jeweils auf die drei Schiffe. Die
letzten der jungen Damen und Herren
sind von Mayport aus nach Hause gefl
ogen. Sie haben ihr erstes Flottenpraktikum
durchlaufen, sie haben zum
ersten Mal gespürt, wie es ist, in See zu
sein. Aber die Ausbildung erstreckt sich
selbstverständlich auch auf die Stammbesatzungen
meiner drei Einheiten. Und
hier muss man vieles an Ausbildung intensivieren,
was in den Einsätzen heutzutage
gar nicht mehr abgebildet wird,
weil diese ganz einfach anderer Natur
sind. Das heißt, wir konzentrieren uns
auf die klassischen Fähigkeiten, die unsere
Kriegsschiffe haben müssen wie UBoot-
Jagd, Flugabwehr und Notrollen
wie Brand- oder Leckabwehr. Insofern
ist das „A“ groß geschrieben. Das „E“
steht für Einsatz; und das besagt, dass
der Verband sich sehr wohl in einer
10-Tage-Bereitschaft für einen möglichen
Einsatz befi ndet. Mit anderen
Worten, wir stehen parat für alles, was
die Politik für uns vorsieht und würden
uns möglicherweise, wenn angeordnet,
in Richtung eines tatsächlichen Einsatzgebietes
in Marsch setzen. Alles zusammen
heißt dann EAV.
Quelle: Hardthöhenkurier 3/2009
-
3 MB
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.








