Jahresbericht 2005, Institut für Land- und Seeverkehr, Bereich Schiffs- und Meerestechnik, TU Berlin
Martern aller Arten Mozart: Entführung aus dem Serail
In rauer See vor Anker gegangen: Das Eingangsportal zur Schiffs- und Meerestechnik auf dem Severin-Gelände am Salzufer ist nun unverkennbar ‑ zwischen einem Hallanker und einem Kiel-oben treibenden Schiffsmodell. Dass in einer Phase von Stellen- und Budgetkürzungen Überlebensstrategien von zentraler Bedeutung sind, dokumentiert sich in unseren wichtigsten neueren BMBF-Forschungsprojekten SinSee/LaSSe zum Kenterverhalten ‑ auch quertreibender Schiffe in extremem Seegang ‑ und SOS, der Entwicklung eines seegangsunabhängigen Oelskimmers sowie dem EU-Vorhaben Handling Waves ‑ Decision Support System for Ship Operation in Rough Weather. Mit solchen Projekten stehen wir im Forschungsranking der Fakultät an 5. Stelle. In der Lehre arbeiten wir mit dem über 3 Mio € dotierten Entwicklungsvorhaben „mar-ing ‑ Netzwerk Schiffs- und Meerestechnik“ an einem deutschlandweit vernetzten E-Learning Master-Studiengang für Schiffs- und Meerestechnik ‑ kurzum, unsere Galeere ist immer noch in Fahrt, wenn auch „Martern aller Arten“ angesagt sind. Hilfreich für die Entwicklung unserer Studienrichtung war sicherlich die externe Be-gutachtung des Studiengangs Verkehrswesen ‑ mit mehr als 1800 Studierenden der größte Ingenieurstudiengang der TUB ‑ der uns eine hohe Leistungsfähigkeit im Bereich Schiffs- und Meerestechnik bescheinigte. Dass auch die Zahl der Studierenden auf 180 angewachsen ist, zeugt von der unveränderten Attraktivität der Studienrichtung. Als glanzvolle Bestätigung der Exzellenz unserer Disziplin wurden zwei Assistentinnen ‑ Frau Dr. Jacobsen und Frau Dr. Hennig mit Preisen für beste Dissertationen im Jahr 2005 von der STG ausgezeichnet. Endlich wird auch ‑ nach der Emeritierung von Herrn Kollegen Linde ‑ die vakante Professur für Entwurf und Betrieb maritimer Systeme besetzt: Herr Dr. Gerd Holbach, FSG, wird zum 01.08.2006 seine Tätigkeit an der TUB aufnehmen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die gegen Wind und Wellen mit gerudert haben, allen Lehrbeauftragten und Gastprofessoren, die uns in der Lehre mit großem Engagement unterstützen, sowie den Forschungsinstitutionen für die großzügige Förderung und konstruktive Begleitung unserer Vorhaben.
Ihr Günther Clauss
Koordinator des Bereichs Schiffs- und Meerestechnik
Quelle: Institut für Land- und Seeverkehr, TU Berlin
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