Gemeinsam Lösungen finden
mit Kompetenz werben

Registrieren
Filtern
Objektbezogen nach Kategorien:
Global nach Themen / Center:
Global nach Kategorien:
Alle Kategorien
Global nach Regionen:
    Weiterleiten
    Anzeige
     

    Interviewrunde mit Heinrich Blume zum Thema „Sicherheit auf den Weltmeeren: Aktuelle Bedrohung des Seeverkehrs durch Piraterie“

    Heinrich Blume
    Kompetenzindex:
    100%
    Als eigenen Kontakt hinzufügen
    Zu Interessen/Lesezeichen hinzufügen
    Eine Nachricht schicken
    Empfehlung versenden
    Positiv bewerten
    Eigentumsrechte für Bearbeitung beantragen
    [#hidden_actions_html#]
    Herausgebende Organisation keine Angaben
    Beschreibung
    Noch weiter zurück, noch in den Jahren Mitte 1960, war der Begriff „Piraterie“ in der Handelsschiffahrt verbunden mit Filmen aus Hollywood, weltweit gab es keine Piraterie. Das änderte sich sehr schnell sogar, als Nigeria durch Öl plötzlich reich wurde, weltweit Waren einkaufte, der Hafen Lagos auf Jahre hinaus völlig überlastet war. Zeitweise mehr als 600 Handelsschiffe warteten gelegentlich sogar länger als ein ganzes Jahr auf Reede vor dem Hafen. Hier entwickelte sich eine neue Piraterie auf die Ankerlieger. Europäische Schiffsbesatzungen lernten sehr schnell, daß man sich mit großkalibrigen Schrotflinten und Revolvern durchaus Respekt verschaffen konnte. Die Europäer lernten das von den Schiffen aus dem Ostblock und aus Israel. Die Piraterie breitete sich allerdings von Lagos weiter über ganz Westafrika aus. So weit mir bekannt, waren es aber immer nur kleine Gruppen in offenen Booten mit leichten Waffen, keine sogenannten Syndikate. Aber ein echtes Ärgernis! Habe ich in Duala erlebt, war ganz schön spannend. Mitte des nächsten Jahrzehntes gab es diese Art Piraterie auch in Buenaventura (Kolumbien, Westküste), die schnell grassierte und Formen der organisierten Piraterie annahm. Erst 20 Jahre später diese Piraterie auch an der Küste Ostafrikas. Es waren immer Gegenden in Afrika, von den Kolonialmächten in die Freiheit entlassen, wohl auch mit starkem Reich-Arm-Gefälle, unsicheren politischen Verhältnissen ‑ so auch nördliches Südamerika.
    Die Küsten Südostasiens, die See um die philippinische und indonesische Inselwelt wurde damals noch von den europäischen Reedereien kaum angelaufen. Es soll dort aber immer schon Piraterie in kleinem Stil gegeben haben, aber zum Beispiel nicht auf die großen Schiffe des Bremer Norddeutschen Lloyd. Selbst Mitte 1980 war die Malakka-Straße kein besonderes Revier, sie ist heute der Brennpunkt der Piraterie überhaupt, der kleinen Gelegenheitsgangster, wie auch der organisierten Piraterie, geführt von regelrechten Syndikaten.


    Die Zunahme und die Bedeutung des Seeverkehrs stehen einem Zuwachs an Bedrohungen durch Piraterie und geopolitische Unwägbarkeiten gegenüber.
    Für die ökonomische Entwicklung und Stabilität sowohl der Industrienationen als auch der Schellen- und Entwicklungsländer haben sichere Seewege größte Bedeutung. Gleichzeitig hat die Verwundbarkeit des Seeverkehrs durch immer besser gerüstete Piraten bei oftmals regional schwierigen politischen Verhältnissen zugenommen.
    In dieser Interviewrunde diskutieren Experten Ausmaß und Erscheinungsformen von Piraterie. Fragen zum Umfang der ökonomischen Risiken, zu geeigneten Strategien sowie zu den sicherheitspolitischen Optionen (Marine) bilden den Kern der Aussagen.
    Ein Ausblick auf die Entwicklung der nächsten 5 ‑ 10 Jahre schließt die Interviewrunde ab.

    Quelle:
    Dateien zum Download
    Sie benötigen Adobe Acrobat Reader? Kostenlosen Adobe Acrobat Reader herunterladen
    Dialog
     
    Ihr Beitrag zu Interviewrunde mit Heinrich Blume zum Thema „Sicherheit auf den Weltmeeren: Aktuelle Bedrohung des Seeverkehrs durch Piraterie“
    Publizieren

    Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

    Autor
    • Heinrich Blume
      Heinrich Blume

      1957 Mittlere Reife vom Gymnasium 1957 ‑ 1962 Seemann 1962 ‑ 1964 Seefahrtschule Hamburg, Patent A5 1964 ‑ 1967 III. u. II. Offizier 1967 ‑ 1971 Abenteurer in Kanada, PPL am Yukon 1972 Bürojob in Hamburg 1973 ‑ 1974 Seefahrtschule Elsfleth, Patent A6/AG Aug 74 HSO Lehrgang MSM Flensburg 1974 ‑ 1984 zur See als I.Offizier 1984 ‑ 1985 zur See...