Die Beladungsplanung konventioneller Frachtschiffe war von der Antike bis zum Computerzeitalter ein typisch seemännisches Problem, das durchweg empirisch gelöst wurde und noch heute langjährige Erfahrung voraussetzt. Es waren nicht erst die Phönizier, denen die Bedeutung einer möglichst homogenen Gewichtsverteilung im Schiff bewusst war und die deshalb ihre ausgedehnten Handelsunternehmungen akkurat vorbereiteten. Je größer die Schiffe wurden, je weiter der Mensch sich im Laufe der Zeit aufs offene Meer hinauswagte und je mehr Häfen es zu bedienen galt, desto schwieriger gestaltete sich die Suche nach der optimalen Belandungskonfiguration. Dank moderner Prozessortechnik und leistungsfähiger CAD-Software sind wir dem Optimum heute näher als je zuvor. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick auf die grundsätzliche Problematik der Beladungsplaung und Stabilitätskontrolle und beschreibt die Entwicklung des weltweit ersten dreidimensionalen Stauplanungssystems für große Mehrzweckschiffe.
Quelle: Schiff&Hafen Heft 11/2004, S. 60-64
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