Joe Borg hat sich der Schaffung einer integrierten Meerespolitik für die EU verschrieben. In Brüssel sprach nonstop mit dem EU-Kommissar für Fischerei und Meerespolitik über unterschiedliche Interessen, asiatische Konkurrenz und Umweltschutz.
nonstop: Herr Borg, Sie haben kürzlich das „Blaubuch“ vorgelegt, ein neues Konzept für eine integrierte Meerespolitik der EU. Dem Dokument war das „Grünbuch“ und eine einjährige Beratungsphase vorausgegangen. Es muss für Sie ein spannendes Jahr gewesen sein.
Joe Borg: Das war es auch. Nach der Veröffentlichung des Grünbuchs gab es Besorgnisse, die betroffenen Parteien würden sich nicht genügend engagieren. Doch die Resonanz von Institutionen, Regionen und Privatwirtschaft war überwältigend ‑ ob Schifffahrtsbranche, Energiewirtschaft oder Tourismus. Alle Beteiligten meldeten sich mit ganz konkreten Vorschlägen zu Wort.
Die Konsequenz für uns war, dass wir den Blick jetzt nach vorne richten können ‑ natürlich mit gebotener Vorsicht ‑, um eine zukünftige Meerespolitik für die EU zu entwerfen, die die unterschiedlichen Kräfte viel stärker einbindet und die Koordination wesentlich verbessert.
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