Weltweit nimmt der Güter- und Personenverkehr
zu,w obei das wachsende
Verkehrsaufkommen geographisch ungleich
verteilt ist.Die Liberalisierung der
Transportbranche führte zu einem erhöhten
Rentabilitätsdruck und zu
Marktkonzentrationen. Die damit ausgelösten
Veränderungen verstärken die
ungleiche Entwicklung:Einige Regionen
werden privilegiert,andere marginalisiert.
Der Seefrachtverkehr, über den der
interkontinentale Warentransport überwiegend
abgewickelt wird, hat sich seit
1975 mehr als verdoppelt und erreicht
aktuell ein Volumen von 6,7 Mrd. Tonnen.
Die Versorgungsrouten sind weitgehend
unverändert geblieben. Die
Häfen und Umschlagsplätze konzentrieren
sich auf Nordamerika, Europa
und asiatische Länder mit Zugang zum
Pazifik. Zwischen diesen drei Großregionen
spielt sich das Gros des Seehandels
ab. Insbesondere zwischen Asien
und Europa nimmt der Seefracht-, d. h.
im Wesentlichen der Containerlinienverkehr,
rasant zu. Auf den Atlantikrouten
stagniert er.Afrika hat nach wie vor
marginale Bedeutung.Um eine lückenlose
Transportkette zu gewährleisten,
haben die großen Häfen riesige privatwirtschaftlich
arbeitende Terminals
gebaut. Die Zukunft mittelgroßer Häfen
wiederum hängt davon ab, ob sie ihren
Anteil am Containerverkehr ausbauen
können. Mit steigendem Wettbewerbsdruck
sinken die Frachtraten, weshalb
versucht wird, die Produktivität zu steigern
und die Löhne niedrig zu fahren.
Die vermehrte Registrierung in sogenannten
Billigflaggen-Ländern geht zu
Lasten der Sicherheit und der Schiffsbesatzungen.
Quelle: Wirtschaftsrat Deutschland, S. 23
-
0.52 MB
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.



