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Beschreibung
Die Einführung eines »geregelten Zweitmarkts« für »gebrauchte« Schiffsfonds ist in aller Munde. Doch recht in Schwung kommt er nicht. Der Handel mit alten Schiffsbeteiligungen ist bisher eine Einbahnstraße, das heißt es gibt viele Interessenten, aber viel weniger Anleger, die verkaufen wollen ‑ oder verkaufen können. Lediglich die Klientel, die mehr oder weniger verkaufen muss, bietet sich wirklich an. Also zum Beispiel Anleger, die klamm geworden sind oder solche, die in Rente gegangen sind, oder Beteiligungen aus Erbschaften, die versilbert werden müssen. Wer sich bisher verkaufswillig zeigte, der wandte sich entweder an seinen Anlagevermittler oder via Treuhänder an das Emissionshaus - und wurde weitestgehend bedient. Ob zu einem fairen Preis, steht dahin ‑ was ist fair? ‑, denn einen öffentlichen oder transparenten Wettbewerb gab es nicht. Und bei der Wertermittlung ist jeder Profi dem in der Regel branchenfremden Anleger haushoch überlegen. Außerdem nutzt natürlich jeder Kaufmann die (Not)lage eines Ausstiegswilligen, dessen Unwissenheit und dessen Psyche gerne aus, um sein Angebot niedrig zu halten. Ein fairer Preis ‑ dieser Begriff ist je nach Interessenlage äußerst dehnbar, bis die Grenze der Leidensfähigkeit ausgetestet ist. ...
Quelle: HANSA "International Maritime Journal"
Quelle: HANSA "International Maritime Journal"
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