In den letzten Jahren hat sich das sicherheitspolitische Umfeld der Bundesrepublik Deutschland grundlegend geändert. Die Bundeswehr und auch die Marine stehen inmitten umwälzender Veränderungen im operativen Umfeld. Schlagworte wie „Transformation der Bundeswehr“, „Asymmetrische Bedrohung“, „Joint und Combined Operations“ und „lang anhaltende Auslandseinsätze“ kennzeichnen heute das Umfeld, in dem neue Waffensysteme entwickelt werden.
Die Marine hat dies in über 2000 Anforderungen an die neue Fregattenklasse 125 umgesetzt. Die Anforderungen an das Waffensystem F125 wurden konsequent und detailliert aus dem für künftige Einsätze konzeptionell festgelegten Aufgabenprofil abgeleitet.
Die systematische Auswertung dieser funktionalen Forderungen durch die Industrie führte in Zusammenarbeit mit der Marine und dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung zur Entwicklung eines neuen Fähigkeitsprofils für die Fregatten der Klasse 125.
Der Vertrag über den Bau von vier Fregatten der Klasse 125 mit einem Volumen von ca. 2,2 Mrd. Euro trat am 26.06.07 in Kraft. Auftragnehmer ist die ARGE F125, bestehend auf ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) und der Friedrich-Lürssen Werft (FLW). Mehr als 800 Zulieferer ‑ vom Mittelständler bis hin zum großen Systemhaus ‑ werden am Auftrag Fregatte F125 beteiligt.
Quelle: Schiffbau Industrie 2/2007, S. 40-43
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