Die Marine ‑ wie die gesamte Bundeswehr
‑ steht umwälzenden Veränderungen
im operativen Umfeld gegenüber.
Schlagworte wie »Asymmetrische Bedrohung«, »Joint und Combined Operations«,
»lang anhaltende Auslandeinsätze« kennzeichnen
ein verändertes Einsatzumfeld.
Dem ist bei der Entwurfsgestaltung neuer
Schiffe zwingend Rechnung zu tragen.
Die Auswirkungen der Anforderungen an
Stabilisierungskräfte zur Konfliktverhütung
und Krisenbewältigung auf einen Gesamtentwurf
»Fregatte« sind so erheblich, dass ein
neuer Fregattenentwurf konzipiert werden
musste. Dieser unterscheidet sich deutlich
von allen bisherigen Schiffsentwürfen.
Die Anforderungen an das Waffensystem
wurden konsequent und detailliert aus dem
für künftige Einsätze konzeptionell festgelegten
Aufgabenprofil abgeleitet. Nach systematischer
Auswertung dieser funktionalen Forderungen
hat die ARGE F 125, bestehend aus
ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) und
der Friedrich-Lürssen Werft (FLW), einen neuen
Schiffstyp entwickelt, die Fregatte Klasse
F 125.
Ein weiteres Novum betrifft den bisherigen
Ablauf im Definitionsprozess. Um der Zielsetzung
eines Bauvertrages im Jahre 2006 gerecht
werden zu können, wurde von der AR-
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MARINEFORUM 11-2005
GE F 125 für diese Fregatten im ersten Halbjahr
2005 in einem sehr intensiven Entwurfsprozess
eine Bauspezifikation erarbeitet. Diese
Arbeiten wurden von der Industrie selbst
finanziert. Am 28.07.2005 wurde von der ARGE
F 125 im BWB das über 6.000 Seiten umfassende
Bauangebot für vier Fregatten der
Klasse 125 übergeben.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels
befindet sich das Bauangebot F 125 in der
Prüfung bei BWB und Marine. Die Inhalte sind
daher noch nicht endgültig festgelegt und eine
abschließende Auswahl der Zulieferer
steht aus. Nachfolgende Ausführungen haben
daher vorläufigen Charakter. Sie sollen
dennoch einen ersten Überblick über die Tendenzen
und den Fortgang dieses für Marine
und Industrie gleichermaßen wichtigen Programms
geben.
Quelle: MarineForum
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