Competence Site
Competence-Search
Passwort vergessen? Registrieren
Automatisch einloggen
Werben Sie für Ihre Kompetenz
Hier finden Sie Kompetenz zu maritimen Themen
Zur Homepage  
Kompetenzorientierte Werbung
Dokument

Forschungsschiff Klasse 751 PLANET - SWATH-Technologie in neuer Größenordnung

MarineForum
Herausgebende Organisation
Kompetenz - Index
Online seit
24.9.2003
Vernetzungen
Personen
0
Dokumente
0
Dialog
0
Starten Sie hier...
Competence Actions
Inhalte
Forschungsschiff Klasse 751 PLANET - SWATH-Technologie in neuer Größenordnung
Abstract / Inhalt:
Am 12. August wurde bei den Nordseewerke GmbH in Emden das neue Forschungsschiff Klasse 751 (FS 751) auf den Namen PLANET getauft und anschließend vom Stapel gelassen. Noch nie zuvor wurde in Deutschland ein Schiff dieser Größe als SWATH gebaut. Welche technischen Daten den Koloss charakterisieren und welche Aufgaben das Forschungsschiff erwarten, wird im folgenden Artikel detailliert beschrieben.
Quelle: MarineForum
Dateien
Forschungsschiff Klasse 751 PLANET - SWATH-Technologie in neuer Größenordnung
forschungsschiff_klasse_751.pdf
Dateigröße 164.0 KBytes
Kostenloser Adobe Acrobat Reader herunterladen
Sie benötigen Adobe Acrobat Reader
Kostenloser Adobe Acrobat Reader herunterladen
 
Herausgebende Organisationen (1)
Forschungsschiff Klasse 751 PLANET - SWATH-Technologie in neuer Größenordnung
MarineForum
Goldanbieter/Partner
MarineForum ist unabhängig, überparteilich und wird weder direkt noch indirekt von Ministerien oder sonstigen deutschen Behörden unterstützt. Diese Unabhängigkeit gibt der Zeitschrift den Charakter eines Forums, in dem auch widersprüchliche Meinungen offen diskutiert werden. [...]
 
Competence Center
Forschungsschiff Klasse 751 PLANET - SWATH-Technologie in neuer Größenordnung
 
Competence Types
Forschungsschiff Klasse 751 PLANET - SWATH-Technologie in neuer Größenordnung
Aktionen
Forschungsschiff Klasse 751 PLANET - SWATH-Technologie in neuer Größenordnung
Inhalte der angehängten Dateien (automatische Extraktion)
Forschungsschiff Klasse 751 PLANET - SWATH-Technologie in neuer Größenordnung
forschungsschiff_klasse_751.pdf
                                                    Das besondere Schiff

Forschungsschiff Klasse 751                                                                            lichen Einrumpfschiffen ist der Stapellauf
                                                                                                       mehr oder weniger ein Routinevorgang, aber
                                                                                                       für einen Katamaran von der Größe der PLA-
PLANET                                                                                                 NET gab es noch keine Erfahrungswerte. Um-
                                                                                                       fangreiche zusätzliche Berechnungen und
                                                                                                       technische Überlegungen waren bereits bei
SWATH-Technologie in neuer                                                                             der Kiellegung des Schiffes erforderlich. Die
                                                                                                       Emder Schiffbauer lösten das Problem mit ei-
Größenordnung                                                                                          ner Hilfskonstruktion. Auf einem mächtigen
                                                                                                       Stahlponton, der zur gleichmäßigen Kraftver-
                                                                                                       teilung zwischen den beiden Seitenrümpfen
  Hans Karr                                         wenn auf herkömmlichen Schiffen infolge            montiert war und nach dem Stapellauf im
                                                    Seegangseinwirkung der Forschungsbetrieb           Trockendock wieder entfernt wurde, glitt das


A
        m 12. August wurde bei den Nordsee-         bereits massiv behindert wird. Querstrahler        Schiff auf der Schlittenbahn der Helling in sein
        werke GmbH in Emden das neue For-           im vorderen und achteren Bereich der               Element. Die beiden Schwimmkörper schweb-
        schungsschiff Klasse 751 (FS 751) auf den   Schwimmkörper erlauben eine hohe Beweg-            ten dabei frei über der Helling.
Namen PLANET getauft und anschließend vom           lichkeit.
Stapel gelassen. Taufpatin war Erika Weise, Gat-       Mit der Konstruk-
tin des Abteilungsleiters Rüstung, Ministerialdi-   tion und dem Bau
rektor (BMVg) Dr. Hans-Heinrich Weise.              des Forschungsschif-
   Der Bauvertrag für das neue Forschungs-          fes P LANET hat die
schiff wurde am 7. Dezember 2000 im Bun-            Werft eine besonde-
desamt für Wehrtechnik und Beschaffung              re technische Her-
(BWB) in Koblenz unterzeichnet, der Auf-            ausforderung ange-
tragswert beläuft sich auf ca. 90 Mio. Euro.        nommen. Noch nie
Nach der Detailkonstruktion erfolgte am             zuvor wurde in
26. April 2002 das Brennen des ersten Schiff-       Deutschland ein Schiff
bauteils und am 20. Februar 2003 wurde die          dieser Größe als
Kiellegung auf der Helling durchgeführt. Nach       SWATH gebaut. Die
einer etwa zweijährigen Bauphase wird das           Erfüllung der schiff-
Schiff nach der Erprobung im Juni 2004 an           baulichen und der
die Nutzer übergeben. Die PLANET wird so-           akustischen Anfor-
wohl von der Forschungsanstalt der Bundes-          derungen, wie z. Bsp.
wehr für Wasserschall und Geophysik (FWG)           Gewicht und Ge-
in Kiel als auch von der Wehrtechnischen            räuschemission, er-
Dienstelle für Schiffe und Marinewaffen             forderten beträchtli-
(WTD 71) in Eckernförde als Plattform für For-      che Anstrengungen
schungen und Erprobungen genutzt werden.            und Know-how. Hier
Darüber hinaus ist vorgesehen, verfügbare           konnte die Werft die
Einsatzzeit an weitere Nutzer zu verchartern.       speziellen Erfahrun-
                                                    gen aus dem U-
Schiffscharakteristik und                           Boot-Bau erfolgreich
technische Daten                                    nutzen. So wurden
                                                    alle Geräuscherzeu-
   Mit einer Länge von 73 m, einer Unterwas-        ger wie Diesel, Ge-
serschiffsbreite von 27,20 m und einem Tief-        neratoren und alle Heck-Ansicht auf der Helling, deutlich ist der Panton zu erkennen
                                                                                                                                   (Foto: Michael Nitz)
gang von 6,80 m verdrängt die PLANET 3.500 t.       Hilfsaggregate hoch
Die Form des Rumpfes ist in SWATH-Techno-           über der Wasserlinie auf dem Hauptdeck plat-      Der dieselelektrische Antrieb der PLANET ist
logie (Small Waterplane Area Twin Hull) kon-        ziert und dort doppelelastisch gelagert. In den nicht nur besonders wirtschaftlich, sondern
zipiert. Die Plattform steht auf zwei Stützen,      Schwimmkörpern unter der Wasserlinie trei-      steigert auch die Manövrierfähigkeit und redu-
die unter Wasser in Schwimmkörpern enden.           ben extrem leise Elektromotoren die beiden      ziert vor allem die Geräuschabstrahlung ins
Durch diese Anordnung wird das Schiff vom           Propeller an. Die akustische Signatur wird so   Wasser. Die hauptsächlichen Geräuscherzeuger
Seegang entkoppelt und entwickelt so ein            drastisch reduziert und erfüllt damit die ho-   stehen oberhalb der Wasserlinie auf dem
sehr gutes Verhalten im Seegang. Die beiden         hen Forderungen des Auftraggebers. Die          Hauptdeck, nur die elektrischen Antriebsmoto-
Schwimmkörper verjüngen sich kontinuier-            Ideen des vollelektrischen Schiffes wurden für  ren befinden sich in den Schwimmkörpern. Da-
lich zum Bug und Heck hin und besitzen zur          die Deutsche Marine erstmals umgesetzt.         durch ist das Schiff so leise wie ein modernes
weiteren Verbesserung des Seegangsverhal-              Mit der PLANET wurde auch zum ersten Mal     U-Boot bei Schleichfahrt. Die Bauwerft konnte
tens zusätzlich im vorderen Bereich bewegli-        ein SWATH-Schiff dieser Größe traditionell      hier ihr umfassendes technisches Know-how
che Stabilisierungsflossen. Außerdem kann           vom Stapel gelassen und nicht durch Fluten      im U-Boot-Bau nutzen. Es erfüllt die besonders
der Trimm mit rechnergesteuerter Aufnahme           des Baudocks oder durch einen Stapelhub,        hohen akustischen Anforderungen an ein For-
von Wasserballast ausgeglichen werden. Da-          wie bei der etwa gleich großen amerikani-       schungsschiff. Die beiden kavitationsfreien Pro-
durch liegt das SWATH-Schiff auch bei stär-         schen T-AGOS-Serie zu Wasser gebracht.          peller werden jeweils durch zwei geräuscharme
kerem Seegang sehr viel ruhiger im Wasser als       Beim Stapellauf erfährt das Schiff bekanntlich  Elektromotoren in der zukunftsweisenden PM-
ein konventionelles Einrumpfschiff. For-            die größte Beanspruchung seiner Längsver-       Technik (Permanent Magnet erregte Maschi-
schungsaufgaben können auch noch mit                bände, wie sie später auch beim stärksten       nen) direkt angetrieben. Sie verfügen insgesamt
empfindlichem Gerät bearbeitet werden,              Seegang nicht mehr auftreten. Bei herkömm-      über eine Leistung von 4.160 kW und verleihen
                                                                                                                                    MARINEFORUM 10-2003
28
                                                   Das besondere Schiff

dem Schiff eine maximale Geschwindigkeit von         Dem Schutz der Meeresumwelt dient ein               gebaut und am 15. April 1967 für das BWB in
15 kn. Bei dieser Technik ersetzen permanente      modernes Bordentsorgungskonzept. So kön-              Dienst gestellt. Bestimmt war das Schiff für For-
Magnete die Spulen der Feldwicklung, was ne-       nen hausmüllähnliche Abfälle über mindes-             schungsaufgaben verschiedenster Disziplinen
ben einer Verringerung des Geräuschpegels zu       tens 30 Tage gelagert und dann im Hafen ent-          der Meteorologie, Meeresgeologie, Meeresbio-
einem besseren Wirkungsgrad und kleinerem          sorgt werden. Das Abwasser wird in einer              logie, Meereschemie und Geophysik. In über 36
Bauvolumen führt.                                  Aufbereitungsanlage behandelt, und für mi-            Jahren ihres Einsatzes hat die PLANET mehr als
   Vier Diesel-Generatorsätze erzeugen zu-         neralölhaltige Schiffsabwässer steht eine Ent-        5.000 Tage in See gestanden und eine Strecke
sammen 5.900 kW elektrische Leistung. Die im       ölungsanlage zur Verfügung.                           von 550.000 Seemeilen zurückgelegt. Ihre
U-Boot-Einsatz erprobten MTU-Dieselmoto-                                                                 Haupteinsatzgebiete lagen in der Nord- und
ren der Baureihe 396 zeichnen sich durch nie-                                                            Ostsee sowie dem Nordmeer. Aber auch län-
drige Emissionswerte aus. Die Bordnetzver-                                                               gere Reisen in entfernte Seegebiete wie zum
sorgung wird über rotierende Umformer                                                                    Beispiel den Azoren, Brasilien, Madeira, Mittel-
sichergestellt. Die Kombination der PM-Tech-                                                             meer und in den Golf von Mexiko wurden
nik zur Energieerzeugung und Umsetzung mit                                                               durchgeführt.

Lesen Sie weiter im PDF
 
Jürgen Hensel Jürgen Hensel
(Ansprechpartner von: MarineForum)
Unsere Sponsoren
Rheinmetall Defence
Rheinmetall Defence
König & Cie. GmbH & Co. KG
König & Cie. GmbH & Co. KG
ATLAS ELEKTRONIK GmbH
ATLAS ELEKTRONIK GmbH
Diehl BGT Defence GmbH & Co. KG
Diehl BGT Defence GmbH & Co. KG
Deutsches Marine Institut (DMI) e.V.
Deutsches Marine Institut (DMI) e.V.
Beluga Shipping GmbH
Beluga Shipping GmbH