„Wie kann man diesen Planeten Erde nennen, wo er doch
ganz klar ein Ozean ist?“ Mit diesem Zitat des britischen
Science Fiction-Autors Arthur C. Clarke beginnt die EU-Kommission
ihr Grünbuch vom Mai 2006, mit dem sie die
Diskussion über eine europäische Meerespolitik in Gang setzen
will. Sie schlägt damit einen neuen Weg ein: Das Meer soll
nicht länger nur als Rohstoffbasis oder ausschließlich unter
sektoralen Aspekten, sondern ganzheitlich betrachtet werden.
Die maritime Industrie mit Schifffahrt, Schiffbau, Hafen,
Fischerei, Offshore-Energieförderung und Tourismus ist ein
bedeutender Wirtschaftsfaktor in allen europäischen
Küstenländern. Bei der Meeresforschung und maritimen
Innovation nimmt Europa eine Spitzenposition ein. Zugleich
wirft die ökonomische Nutzung des Meeresraums eine Reihe
von Fragen auf, die sinnvollerweise nur gemeinsam gelöst
werden können. Dazu zählen die Meeres- und Luftverschmutzung,
Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels,
Unfallrisiken der Großschifffahrt, Überfischung und die
angespannte Wettbewerbsposition der maritimen Industrie
Europas im Zeitalter der Globalisierung.
Quelle: nonstop-Magazin, Ausgabe Nr. 3/2006, S. 34
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