Zum dritten Mal in Folge fand am
20. Oktober in der Landesvertretung
von Schleswig-Holstein in Berlin die Maritime
Convention zum Thema »Europa ‑
Herausforderung für die Marine« statt.Eingeladen
hatte der Präsident des Deutschen
Marine Instituts (DMI), Vizeadmiral a.D.
Lutz Feldt, und der Chefredakteur des Magazins
Griephan,Heinz Schulte. Diskutiert
wurde in drei Panels.
Nach einer kurzen Einführung durch den
Präsidenten des DMI hielt Staatssekretär
Thomas Kossendey,Bundesministerium der
Verteidigung, den Impulsvortrag zum ersten
Panel »Ein Europa ‑ eine Marine?« In
seiner Eröffnung machte er noch einmal
deutlich, wie wichtig und entscheidend die
Europäische Union als Friedensprojekt für
die Geschichte Europas ist und dass sich aus
der Überwindung des Nationalismus durch
Integration der Interessen der Staaten eine
beispiellose Periode von Frieden,Wohlstand
und Stabilität entwickelt hat. Andererseits
betonte er die Problematik der Auseinandersetzung
mit den aufstrebenden Akteuren
der Weltpolitik (wie etwa China oder
Indien), die sowohl im Bereich des Handels
als auch des Militärs zunehmend in Konkurrenz
zu den etablierten Staaten der westlichen
Welt treten. Den globalen Anforderungen
und Erwartungen an die internationale
Problemlösungsfähigkeit der EU stehen
jedoch die begrenzten nationalen Möglichkeiten
aufgrund der Budgetrestrektionen
entgegen. Daraus ergibt sich die Gefahr der
Marginalisierung für den Fall, dass sie weiterhin
als Einzelstaaten agieren.
Quelle: MARINEFORUM 12-2009
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