Dabei ist zu beachten, dass die Verkehrsentwicklung auf der Nordsee vornehmlich der Globalisierung und der damit verbundenen Intensivierung des gegenseitigen Warenaustauschs zwischen Mitteleuropa und Fernost/China zuzuschreiben ist. Wachstumsmotor ist der interkontinentale Containerverkehr. Hinzukommen stark wachsende Feederverkehre zwischen den Nordrangehäfen und einer Reihe von Komplementärhäfen in Nordwesteuropa, in Skandinavien, Finnland, Polen, dem Baltikum und nicht zuletzt in Russland.
Die Seeverkehre im Ostseeraum sind deutlich anders strukturiert. Zwar ist auch die Tendenz zu deutlich steigenden Containerverkehren erkennbar, diese sind aber i.w. Feederdienste von und nach den großen Containerterminals in Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Die traditionell vorherrschende Verschiffungsart sind hier die Ro/Ro‑Verkehre mit begleiteten und unbegleiteten Lkw und Trailern, da Verkehre aus dem Ostseeraum sehr stark auf Deutschland und die angrenzenden Länder in Mittel- und Südeuropa ausgerichtet sind bzw. von dort generiert werden.
Quelle: Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL)
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