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    E-Interview zum Virtual Roundable "Situation und Zukunft des deutschen Marineschiffbaus" mit Friedrich Lürßen

    E-Interview zum Virtual Roundable "Situation und Zukunft des deutschen Marineschiffbaus" mit Friedrich Lürßen
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    Unser Land hat wirtschaftliche und sicherheitspolitische maritime Interessen von erheblicher Bedeutung. Entsprechend sollte Deutschland auf dem maritimen Sektor als „Global“ oder auch nur als „European Player“ angemessen konkurrenzfähig bleiben. Das wird jedoch zunehmend schwieriger.

    Die europäische Marineschiffbauindustrie steht unter Druck wie selten: Staatsaufträge gehen zurück, die Industrie ist auf Grund nationaler Interessen zersplittert. Mäßig erfolgreiche Restrukturierungen und der dramatische Wechsel bei den gemeinsamen internationalen Aufgaben der europäischen und transnationalen Partnerschaften könnten die Krise des europäischen Marineschiffbaus weiter verschlimmern.

    Ein wesentliches Standbein für die Werften und die Zulieferindustrie ist unbestritten immer auch der Export der Marineindustrie gewesen. Allerdings werden die staatlichen Forschungsmittel, die hierhin flossen, sich nicht entscheidend verändern. Wie können trotzdem weiterhin die technologisch Stärke der deutschen Werften und Zulieferer mit entsprechenden Kernkompetenzen gesichert werden? Wie steht es um die Hightech Fähigkeiten im Schiffbau, wenn der technisch besonders anspruchsvolle Marineschiffbau einem Ausverkauf zum Opfer fällt? Die Umbruchphase des Marineschiffbaus in Deutschland ist durch Unsicherheit gekennzeichnet: so „drohen“ z.B. Übernahmen, motiviert durch die Interessen globaler Finanzinvestoren. Die europäischen Institutionen und die nationale Politik zeigten hier bisher eher zögerliches Verhalten. Darf der europäische Marineschiffbau zum Spielball der Finanzmärkte werden?

    Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit zur Schaffung einer Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) und einer geplanten Europäischen Rüstungspolitik, bei gleichzeitig nicht zu leugnenden Überkapazitäten und hohen Kosten in Entwicklung und Produktion stellt ein tragfähiges Zukunftskonzept für den Marineschiffbau eine große Herausforderung dar. Welche Vorschläge hat die Industrie selbst zu bieten? Kann sie für die Politik wertvolle Richtungs- und Gestaltungshinweise geben? Wo positionieren sich Marine und Politik? Welche grundlegenden Rahmenbedingungen werden hier entstehen und wovon hängen diese ab? Wo stehen die Werften und die großen Zulieferer und was wären aus deren Sicht gangbare kurz- und mittelfristige Veränderungspfade? Was steht am Ende als „Vision Marineschiffbau im 21. Jahrhundert“ und welche Vorteile gegenüber heute können im besten Falle erreicht werden?

    Die Antworten zu diesen und weiteren wesentlichen Fragen finden Sie in diesem Virtual Roundtable des Deutschen Maritimen Kompetenz Netzes (DMKN). Dafür konnten wichtige Vertreter aus den Bereichen Industrie, Marine, Rüstung, Politik und Medien für diesen VR gewonnen werden.

    Zum Virtual Roundtable in der Übersichtsansicht mit allen Teilnehmern
    Quelle: DMKN
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