Die Deutsche Marine befindet sich in der Transformation. Sie beschreibt die kontinuierliche Anpassung an sich ständig ändernde Rahmenbedingungen. Das von der Politik geforderte neue Einsatzspektrum der Marine führte zu einer erheblichen Neuformulierung der Aufgaben und damit auch zu einer Verlagerung der Schwerpunkte innerhalb der Marine. Im Ergebnis bedeutet dies eine Abkehr von den damaligen Geleitschutzaufgaben auf hoher See und begrenzten Operationen vor der eigenen Küste hin zu einer weltweit operierenden Einsatzmarine. Im Rahmen derartiger Einsatzoperationen werden nationale Seekriegsmittel und unterstützende Einheiten kaum vor den eigenen, sondern vielmehr vor weit entfernten und teilweise unbekannten Küsten operieren müssen. Die sich daraus ergebenen Gefahren reichen von terroristischer Bedrohung bis hin zu Angriffen von U-Booten, Überwasserstreitkräften, Minen sowie Flugzeugen und Flugkörpern. Dies bedeutet, dass eine eigene überlegene Reaktionsfähigkeit gegenüber asymmetrischen Bedrohungen und Bedrohungen aus der Luft überlebenswichtig und somit unabdingbar ist, um dadurch die Fähigkeiten zur Unter- und Überwasser-Seekriegführung zu erhalten und um die eigene Operationsfreiheit und den Eigenschutz zu gewährleisten. Aber auch die Feuerunterstützung von See an Land erfährt eine zunehmende Bedeutung. Sie ermöglicht einen Zugang zum Einsatzgebiet an Land von See aus und unterstützt landgeführte Operationen, vor allem bei noch nicht ausreichender Feuerkraft von eigenen angelandeten Kontingenten.
Quelle: Hardthöhenkurier 6/2008
-
1 MB
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.



