Die Bundesregierung beabsichtigt, noch in diesem Jahr (2003) das Außenwirtschaftsgesetz (AWG) und damit zusammenhängende Rechtsverordnungen derart abzuändern, dass eine ausländische Beteiligung an nationalen wehrtechnischen Unternehmen einem Veto der Bundesregierung unterliegt. Noch ist offen, wie eng die Definition von »wehrtechnischen« Unternehmen gefasst werden soll ‑ sind nur Systemhäuser oder auch Zulieferer gemeint? Ferner ist der zustimmungspflichtige Prozentsatz der Anteile in ausländischer Hand noch nicht festgelegt. Zwischendurch gab es Spekulationen, dass möglicherweise eine »Selbstverpflichtung der Industrie« an die Stelle einer Gesetzesänderung treten könnte. Davon ist inzwischen nicht mehr die Rede. Es hat den Anschein, dass die Bundesregierung ein »politisches Instrument« in den Händen halten will, um bei der anstehenden Neuordnung der verbliebenen, nationalen wehrtechnischen Industrie ein Wörtchen mitreden zu können. Quelle: Marineforum
Heinz Schulte ist Fachjournalist für internationale Sicherheitspolitik. Er ist Chefredakteur der Griephan Briefe und Griephan Global Security und Mitglied des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) in London. Er ist Jurymitglied für den „Technologiepreis der wehrtechnischen Industrie“ des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und schreibt...
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Diese Seite wurde zuletzt am 2012-02-09 08:46:01 aktualisiert.