Crew Resource Management (CRM) und Bundeswehr waren bis zum Jahr 2008 die Geschichte von CRM und Flugbetrieb in der Bundeswehr. Dort ist CRM seit Ende der 90er Jahre nicht mehr wegzudenken: Es ist Bestandteil sowohl der Regelausbildung als auch der Einsatz- und Einsatzvorbereitenden Ausbildung für Luftfahrzeugführer, luftfahrzeugtechnisches Personal und für Flugsicherungspersonal. Zwar werden hier andere Bezeichnungen für CRM verwendet1, die vermittelten Inhalte jedoch unterscheiden sich lediglich in ihrem Bezug zum Tätigkeitsumfeld der Zielgruppe, nicht in ihrer grundsätzlichen Zielsetzung.
CRM kann dazu beitragen, Effizienz und Sicherheit im Einsatz zu verbessern. Insbesondere dort, wo Komplexität, Dynamik und hohe Risiken zu akzeptieren sind. Auch der Prozess der Kampfmittelbeseitigung (Explosive Ordnance Disposal/EOD) zählt zu dieser Kategorisierung. Daher überrascht es nicht, dass CRM EOD seit 2008 zum integrativen Bestandteil der harmonisierten und zentralisierten Munitionsfachkundeausbildung der Bundeswehr gehört.
Die Verknüpfung von CRM und Marine wurde erstmalig vollzogen, nachdem die ehemalige Marinefliegerflottille im Jahre 1999 das »CRM Marineflieger« konzeptionell einführte. Heute findet das »CRM Marineflieger « Berücksichtigung im »CRM-Konzept Flugbetrieb in der Bundeswehr« des Inspekteurs der Luftwaffe, das seit 2004 gültig ist und fortgeschrieben wird.
Im Jahr 2008 nahm der damalige Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker, an einem CRM-Seminar des MFG 3 »Graf Zeppelin« teil und entschied danach, dass die Möglichkeiten zu untersuchen waren, ein CRM für die seegehenden Einheiten der Flotte zu konzipieren und zu implementieren. Aufgrund dieser Weisung tagte eine »AG CRM Marine« unter Federführung des stellvertretenden Admiralarztes Marine und legte Anfang 2009 den Entwurf für ein »Konzept zur Implementierung von CRM in der Marine« vor.
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