Das Projekt um den Bau des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven im JadeWeserPort erinnert ein wenig an die Entstehung und Geschichte der Stadt Wilhelmshaven, die eng mit der deutschen Marine verbunden ist. Am 20. Juli 1853 erwarb das Königreich Preußen vom Herzogtum Oldenburg ein Gelände zum Bau eines Marinehafens. Damals versprach sich die oldenburgische Regierung von diesem Projekt einen wirtschaftlichen Aufschwung ihres ausschließlich landwirtschaftlich genutzten Küstengebietes. 1869, anlässlich der Einweihungsfeier, besuchte König Wilhelm I von Preußen höchstpersönlich den neuen Marinestützpunkt und gab ihm seinen Namen. Rund um den Hafen entstanden Ansiedelungen. 20 Jahre nachdem Preußen das Gebiet erworben hatte, erhielt Wilhelmshaven eine städtische Verfassungsbestimmung und wurde zur Stadt. Das preußische Greenfield-Projekt – wie es in heutigem Deutsch heißen würde – war den Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung gerecht geworden. Damals wie heute lasten wieder hohe Erwartungen auf einem Greenfield-Projekt. Wie damals soll der Bau des Containerhafens JadeWeserPort, eines der größten europäischen Infrastrukturprojekte, neue Impulse für die regionale Wirtschaft bringen, mit dem Unterschied, dass sich die Wirtschaft in den vergangenen 158 Jahren verändert hat. Heute ist nicht mehr die Kriegsmaschinerie der Impulsgeber, sondern der weltweite Handel mit Gütern. Und mit dem Bau des Containerterminals wird Wilhelmshaven eine seiner Drehscheiben.
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Diese Seite wurde zuletzt am 2012-05-14 16:35:10 aktualisiert.