Hochzufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 zeigten sich die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie, als sie Mitte des Jahres in Hamburg Bilanz zogen. Diese kann sich sehen lassen: Die in diesem Segment tätigen etwa 400 meistens mittelständischen Firmen erwirtschafteten mit ihren etwa 76.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 11,9 Mrd. Euro. Das bedeutet ein Plus von beeindruckenden 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Drittel der Firmen hat für das vergangene Jahr ein Umsatzwachstum von 20 Prozent und darüber angegeben, jedes fünfte Unternehmen sogar über 30 Prozent. Bezogen auf den Umsatz steht die deutsche Schiffbau-Zulieferindustrie an zweiter Stelle hinter Japan, was den Export betrifft aber weiterhin weltweit an erster Stelle. Der Exportanteil am Umsatz beträgt im Durchschnitt 73 Prozent, bei manchen Unternehmen sogar noch deutlich darüber.
»Uns geht es gut«, lautete die selten in dieser Eindeutigkeit gehörte Feststellung. »Unsere Erwartungen für 2007 sind deutlich übertroffen worden. Der weltweite Schiffbau und die Offshoreindustrie boomen weiter auf hohem Niveau und ein Ende der Entwicklung ist noch nicht abzusehen«, erklärte Dr. Lüder Hogrefe, Vorstand der Arbeitsgruppe Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie. »Wir haben viele neue Stellen für Fachkräfte geschaffen und der zunehmende Mangel in diesem Bereich darf uns nicht davon abhalten, durch weitere F+E-Anstrengungen den Vorsprung, den unsere Industrie hat, weiter auszubauen. Gerade bei den jetzigen Lohn- und Materialkosten gilt für uns umso mehr der Grundsatz Wir müssen um soviel besser sein, wie wir teurer sind.«
Quelle: Marine Forum (83. Jahrgang 2008)
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